Institute / Zentren
Institut Sprachliche und Literarische Bildung
Die Arbeitsschwerpunkte des Instituts Sprachliche und Literarische Bildung (ISLB-PHSG) umfassen die Förderung von Mehrsprachigkeit und Interkulturalität sowie die Beurteilung sprachlicher und kultureller Kompetenzen. Das ISLB-PHSG strebt eine enge Verbindung von Forschung, Entwicklung und Berufsfeld an: Wissenschaftliche Erkenntnisse fliessen in die Entwicklung von Lehrmitteln, Lehrplänen und Materialien für die Praxis sowie in die Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen ein.
QUATTRO – 4-Akteure-Netzwerk für die Verknüpfung von Schulpraxis und Theorie im Bereich von Fremdsprachenunterricht und Mehrsprachigkeitsdidaktik
Welchen Beitrag kann die Lehrpersonenbildung zur Förderung der Mehrsprachigkeitsdidaktik im Fremdsprachenunterricht leisten? Die aktuelle Debatte um die Frühfremdsprachen wirft ein Schlaglicht auf die Gelingensbedingungen der Professionalisierung von Fremdsprachenlehrpersonen. In der offiziell viersprachigen, de facto aber stark vielsprachigen Schweiz hat das kombinierte Lernen mehrerer Fremdsprachen einen zentralen Stellenwert, was mit hohen Anforderungen an die Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen einhergeht.
Im swissuniversities-Projekt «QUATTRO» leistet das ISLB-PHSG einen Beitrag zur Klärung diesbezüglicher Fragen. Dafür wurde ein rollengemischtes Projektteam von Dozierenden, wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen, Praxislehrpersonen und Studierenden gebildet. Diese entwickelten zunächst mehrsprachigkeitsdidaktische Materialien für die Sekundarstufe I sowie für die Aus- und Weiterbildung an der Pädagogischen Hochschule. Mit einem Design-Based-Research-Zugang wurden Gelingensbedingungen für die Förderung eines mehrsprachigen Fremdsprachenunterrichts festgehalten. Zur Förderung der Mehrsprachigkeitsdidaktik in der Zielstufe bewähren sich Ansätze mit klar definierten Lernzielen sowie einem ausreichenden Bezug zur Lebenswelt der Schüler:innen, zu der nebst Deutsch, Englisch und Französisch zahlreiche weitere Sprachen gehören. Für Schüler:innen, aber auch für Lehrpersonen und Dozierende ist zudem von Bedeutung, dass die mehrsprachigen Lehr- und Lernangebote angemessen verständlich sind. Die erprobten Materialien, die bei Lehrpersonen auf grosses Interesse stossen, sind auch in die neue Lernumgebung «#WeischWaniMein» des Regionalen Didaktischen Zentrums Sargans eingeflossen.
Hintergrund des Projekts war die Förderung des doppelten Kompetenzprofils von Fachdidaktikdozierenden. Zu dieser Thematik fanden vier Fokusgruppendiskussionen statt, in denen sich die Mitglieder des Projektteams mit unterschiedlichen Aspekten der Thematik auseinandersetzten. In der inhaltlichen und diskursiven Analyse der Diskussionen gelang es, sprachliche Muster zu beschreiben, die dem pädagogischen Phänomen des Brokerings, das heisst des Vermittelns zwischen verschiedenen Standpunkten, Rollen und Diskursen, entsprechen und dieses begünstigen. Nebst zahlreichen Kongressbeiträgen und Publikationen entstand im Projekt auch die prämierte Masterarbeit von Lorena Späth, die Ansichten zu professionellen Lerngelegenheiten von Fremdsprachenlehrpersonen untersuchte.
Methodik: Design-Based Research, Inhaltsanalyse, Diskursanalyse
Kooperation
PH Graubünden
Laufzeit
2021 bis 2025
Finanzierung
Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation, swissuniversities
Leitung
Lukas Bleichenbacher
Team
Susan Benz, Christof Chesini, Mara De Zanet, Robert Hilbe, Alsu Hug, Hadisa Ibusoska, Adele Marti-Sinopoli, Stefano Negrinelli, Anna Schröder-Sura, Erlinda Shabani, Lorena Späth
Literaturhinweise/Publikationen
Bleichenbacher, L. (2025). Professionalization for plurilingual and intercultural education: Insights from a cooperative research project. In J. Rymarczyk & K. Schwemmer (Hrsg.), LanguageS learning: Research and pedagogies on bi- and multilingualism (S. 47–76). Peter Lang.
Hilbe, R., De Zanet, M., Hug, A., Negrinelli, S., Schröder-Sura, A. & Bleichenbacher, L. (2025). Design-basierte Entwicklung von mehrsprachigen Unterrichtsmaterialien – Ein Katalysator des doppelten Kompetenzprofils? In L. Bleichenbacher, A. Imhof & V. Todisco (Hrsg.), Das doppelte Kompetenzprofil als Kooperationsmodell: Formen der Zusammenarbeit zwischen Lehrer:innenbildung und Schulpraxis (S. 144–175). hep.
Negrinelli, S., Bleichenbacher, L., De Zanet, M. & Hug, A. (2024). Continuity across languages, cultures, and stakeholders: Carrying plurilingual suitcases into classrooms. Nordic Journal of Language Teaching and Learning, 12(2), XXXIII–XXXVIII.
Zur Publikation
Das Projekt «ANKER» knüpfte die Testaufgabenpools des Lernfördersystems «Lernpass plus» für Hören und Lesen in Englisch und Französisch an die Kompetenzniveaus des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER/CEFR) an. In virtuellen Standardsetting-Workshops mit nationalen und internationalen Sprachexpert:innen wurden Schwellenbereiche zwischen den Niveaustufen A1 und B1.2 ermittelt. Methodisch stützte sich das Projekt auf die Empfehlungen des Europarats und des CEFR Alignment Handbook. Die Ergebnisse des Projekts tragen zur Qualitätsentwicklung von Lernstandserhebungen und zur präziseren Einschätzung individueller Sprachkompetenzen bei.
Laufzeit
2023 bis 2025
Finanzierung
Lehrmittelverlag St.Gallen
Leitung
Doris Moser-Frötscher
Projektziel ist die Erhöhung der Mobilitätsaktivitäten ab der 5. Klasse. St.Galler Lehrpersonen sollen ihren Schüler:innen vermehrt einen Austausch mit Gleichaltrigen einer anderen Sprachregion, insbesondere in der Romandie, ermöglichen. Mögliche Formen sind Drittortbegegnungen, Rotationsaustausch und virtueller Austausch. Zu diesem Zweck soll ein Netzwerk aufgebaut werden, in dem Akteur:innen aus Schulen, Bildungsdepartement, der nationalen Agentur «Movetia» und der PHSG den Aufbau und die Implementierung der Mobilität weiterentwickeln. Im Projekt werden Schulen und Lehrpersonen auch von den Regionalen Didaktischen Zentren unterstützt.
Laufzeit
2021 bis 2024
Finanzierung
Bildungsdepartement des Kantons St.Gallen, Verband St.Galler Volksschulträger
Leitung
Barbara Wolfer
Im Rahmen dieses Projekts wurden Bausteine für Ausbildende von Lehrpersonen für verschiedene Sprachen und Fächer erstellt. Die Bausteine bieten auf sprachsensible Bildung fokussierte Orientierungshilfen für die Planung von Curricula und Kursen. Ihre Zielsetzung ist es, praktizierende und künftige Lehrpersonen dazu zu befähigen, die sprachlichen und kommunikativen Bedürfnisse ihrer Schüler:innen bestmöglich zu berücksichtigen.
Laufzeit
2022 bis 2024
Finanzierung
European Centre for Modern Languages of the Council of Europe
Leitung
Lukas Bleichenbacher
Das Projekt «CambiaMENTI» entwickelt ein Feinkonzept für ein neues, MAR-konformes Italienischlehrmittel für Deutschschweizer Gymnasien, das die Einführung des neuen Rahmenlehrplans ab 2028/29 gezielt unterstützt. Dazu werden in einer Analyse- und Designphase Anforderungen, Zielgruppen, didaktische und technologische Leitlinien sowie Projektorganisation und Finanzierung so festgelegt, dass anschliessend ein modernes, flexibel einsetzbares Lehrmittel entwickelt werden kann.
Laufzeit
2025 bis 2026
Finanzierung
Bundesamt für Kultur
Leitung
Mathias Picenoni
Ziel dieses Projekts ist eine Überarbeitung der deutschen Sprachversion des Referenzrahmens für plurale Ansätze zu Sprachen und Kulturen (REPA/CARAP). Das Instrument, das am Europäischen Fremdsprachenzentrum des Europarats entstanden ist, bildet eine zentrale Grundlage für die Umsetzung von pluralen Ansätzen und die Mehrsprachigkeitsdidaktik.
Laufzeit
2022 bis 2024
Finanzierung
European Centre for Modern Languages of the Council of Europe
Leitung
Anna Schröder-Sura
Das von der Stiftung 3FO geförderte Projekt «Elternarbeit mit Schwerpunkt ‹Lernen im Kontext migrationsbedingter Mehrsprachigkeit›» ist als partizipatives Forschungs- und Entwicklungsprojekt angelegt. Es zielt darauf ab, Eltern mit Migrationshintergrund bei der Begleitung ihrer Kinder im schulischen Lernprozess zu unterstützen und zu stärken, auch unter Bedingungen migrationsbedingter Mehrsprachigkeit und bestehender sprachlicher Barrieren. Auf der Grundlage einer Bedarfserhebung sowie begleitender Evaluationsprozesse werden mehrsprachige Informationsmaterialien zum Thema «Schulisches Lernen und Mehrsprachigkeit» entwickelt und disseminiert.
Laufzeit
2023 bis 2025
Finanzierung
Stiftung 3FO
Leitung
Tanja Huchler-Benchaou
Im Projekt werden Themen und Aspekte von Diversität analysiert, wozu unter anderem der Forschungsstand zum Aufbau von Diversitätskompetenz in verschiedenen Fachdidaktiken aufgearbeitet wird. Unter Einbezug der Fachdidaktiken und der Sozial- und Bildungswissenschaften wird ein Modellcurriculum für diversitätssensible Lehrpersonenbildung skizziert und von Fachpersonen und Fachverbänden argumentativ und kommunikativ validiert. Das Projekt leistet einen Beitrag zur Verankerung der Themenfelder «Diversität», «Inklusion» und «Chancengerechtigkeit» in den Fachcurricula und zum systematischen Aufbau von Diversitätskompetenz in den Studienprogramme an den Pädagogischen Hochschulen.
Laufzeit
2022 bis 2025
Finanzierung
swissuniversities
Leitung
Tanja Huchler-Benchaou
Die Fachstelle für sprachliche Professionalisierung von Lehrpersonen ist ein fachdidaktisches Netzwerk zur Diskussion und Dissemination systemrelevanter Erkenntnisse über sprachrelevante Kompetenzen von Lehrpersonen. Im Zentrum stehen professionelle Kompetenzen von Lehrpersonen für den Sprachenunterricht. Dazu gehören Sprachkompetenzen und die damit verbundenen fachdidaktischen Kompetenzen für den Sprachenunterricht aus einer mehrsprachigen Perspektive. Als zentraler Schwerpunkt wurde ein Projekt zur Zertifizierung berufsspezifischer Sprachkompetenzen von Lehrpersonen, die Fremdsprachen unterrichten, initiiert.
Laufzeit
2021 bis 2024
Finanzierung
Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation
Leitung
Lukas Bleichenbacher
Zu dem bereits abgeschlossenen Projekt «Referenzrahmen für plurale Ansätze zu Sprachen und Kulturen» (REPA/CARAP) bietet das Europäische Fremdsprachenzentrum des Europarates (EFSZ) in den Mitgliedsstaaten Weiterbildungs- und Beratungsmassnahmen an. Zielsetzung dieser bilateralen Kooperationen ist die Dissemination der im Projekt entwickelten Produkte. Das Angebot des Projektteams besteht aus Vorträgen, Workshops und Beratungsgesprächen. Die Beratungen haben unter anderem folgende Zielsetzungen: Überarbeitung bzw. Erweiterung von Rahmenplänen, Erstellung von Unterrichtsmaterialien und Begleitung der Implementierung mehrsprachigkeitsdidaktischer Ansätze an Schulen.
Laufzeit
seit 2020
Finanzierung
European Centre for Modern Languages of the Council of Europe
Leitung
Anna Schröder-Sura, Lukas Bleichenbacher
Die Sommerakademie bietet Ausbilder:innen von Lehrpersonen eine einzigartige Gelegenheit zum professionellen Lernen, damit sie ihrerseits die Professionalisierung von Sprachlehrpersonen unterstützen und diese dazu befähigen können, den komplexen Bedürfnissen der heutigen Schüler:innen gerecht zu werden. Mit Schwerpunkt auf den neusten Entwicklungen in der sprachlichen Bildung, wie sie sich in den Themenbereichen des Europäischen Fremdsprachenzentrums des Europarates widerspiegeln, bietet das Programm Ausbilder:innen von Lehrpersonen die Möglichkeit, ihre Expertise mit Kolleg:innen aus ganz Europa auszutauschen und ihre eigenen Methoden der Lehrpersonenbildung aus einer transnationalen Perspektive zu reflektieren und zu überdenken.
Laufzeit
seit 2022
Finanzierung
European Centre for Modern Languages of the Council of Europe
Leitung
Lukas Bleichenbacher
Die gegenwärtige Prägung der Schweiz als Migrationsgesellschaft verlangt migrationsgesellschaftliche Transformationen der Pädagogischen Hochschulen. Das anwendungsorientierte Forschungsprojekt fokussiert die neue Rolle der Heritage Languages. Denn während die Wissenschaft die positiven Auswirkungen der individuellen Mehrsprachigkeit belegt, gibt es kaum Erkenntnisse darüber, wie die Pädagogischen Hochschulen die Thematik gewichten und behandeln.
Laufzeit
2024 bis 2026
Finanzierung
Bundesamt für Kultur
Leitung
Tanja Huchler-Benchaou
Das Forschungsprojekt untersucht die Wirksamkeit von sprachenübergreifenden Unterrichtseinheiten im Französischunterricht hinsichtlich der rezeptiven (Hören) und der produktiven (Schreiben) Französischkompetenzen sowie die Sprachlernmotivation und die Sprachlernbewusstheit der Schülerinnen und Schüler. Des Weiteren werden die Überzeugungen und das fachdidaktische Wissen der Lehrpersonen untersucht.
Laufzeit
2021 bis 2026
Finanzierung
Schweizerischer Nationalfonds
Leitung
Giuseppe Manno (PH FHNW)
Im Projekt wurden mehrsprachigkeitsfördernde Materialien für den Anfangsunterricht Französisch für Schüler:innen im deutschsprachigen Lernkontext entwickelt. Die lehrmittelunabhängigen und kontextübergreifenden Module integrieren systematisch die Unterrichtssprache Deutsch, Englisch und andere vorgelernte Fremdsprachen sowie Familien- und Herkunftssprachen. Sie fokussieren jeweils einen spezifischen Aspekt der mehrsprachigen und mehrkulturellen Kompetenz und betten ihn in konkrete Handlungssituationen ein.
Laufzeit
2021 bis 2025
Finanzierung
Erasmus+, Movetia
Leitung
Linda Grimm, Anna Schröder-Sura, Lukas Bleichenbacher
Das European Centre for Modern Languages (ECML) ist eine Einrichtung des Europarates mit Sitz in Graz. Es fördert innovative forschungsbasierte Ansätze für das Lehren und Lernen von Sprachen und unterstützt die Mitgliedstaaten bei der Umsetzung wirksamer Massnahmen zur Verbesserung der sprachlichen Bildung. Die Schweiz ist Gründungsmitglied und seit 1994 am ECML beteiligt. Entscheidungsträgerin ist die EDK. In ihrem Auftrag werden die Funktionen der Nationalen Nominierungsstelle (NNA) und der Nationalen Kontaktstelle (NCP) wahrgenommen, welche die Auswahl der Schweizer Teilnehmenden an ECML-Aktivitäten sowie die Informationstätigkeit in Bezug auf die Ergebnisse und deren Verbreitung im Schweizer Bildungssystem umfassen.
Laufzeit
2023 bis 2028
Finanzierung
Generalsekretariat der EDK
Leitung
Wilfrid Kuster
Die Förderung berufsspezifischer Sprachkompetenzen gilt als zentrale Voraussetzung für die Professionalisierung von Fremdsprachenlehrpersonen und die Qualität sprachlichen Handelns im Unterricht. Im Projekt werden standardisierte berufsbezogene Sprachprüfungen entwickelt. Die PROF-L-Prüfung orientiert sich an den Anforderungen der Schulpraxis, basiert auf empirisch fundierten berufsspezifischen Sprachkompetenzprofilen und wird institutionsübergreifend an Schweizer Hochschulen entwickelt und durchgeführt. Sie ist an verschiedenen Pädagogischen Hochschulen als Nachweis der Sprachkompetenzen für die Diplomierung anerkannt.
Laufzeit
2022 bis 2026
Finanzierung
Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation, Bundesamt für Kultur, Prüfungsgebühren
Leitung
Wilfrid Kuster (PHSG), Mirjam Egli Cuenat (PH FHNW)
Die «ressources langagières pour enseigner le français langue étrangère» unterstützen Lehrpersonen der Primarstufe und der Sekundarstufe I beim Aufbau professioneller sprachlicher Kompetenzen für den Französischunterricht und fokussieren auf berufsrelevantes sprachliches Handeln. Die Materialien sind flexibel einsetzbar, eignen sich sowohl für das selbstständige Lernen als auch in der Aus- und Weiterbildung und ermöglichen eine gezielte Vorbereitung auf die PROF-L-Prüfung. Sie basieren auf fünf authentischen beruflichen Szenarien mit motivierenden Aufgaben, die durch einen Aktivitätenkatalog, Werkzeugkisten und terminologische Erläuterungen ergänzt werden.
Laufzeit
2022 bis 2024
Finanzierung
Bundesamt für Kultur
Leitung
Wilfrid Kuster
Das vom Bundesamt für Kultur unterstützte Projekt «Ressources langagières pour enseigner les langues nationales» ist im Kontext der Professionellen Sprachprüfung für Lehrpersonen «PROF-L» angesiedelt und trägt zur Förderung professioneller Sprachkompetenzen von Fremdsprachenlehrpersonen bei. Entwickelt werden digitale Ressourcen für die Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen der Primarstufe und der Sekundarstufe I in Deutsch und Italienisch, insbesondere zur Vorbereitung auf die PROF-L-Prüfungen. Ergänzend wird ein Netzwerk zur koordinierten Weiterentwicklung der Curricula im Bereich der berufsspezifischen Sprachausbildung aufgebaut.
Laufzeit
2025 bis 2027
Finanzierung
Bundesamt für Kultur
Leitung
Wilfrid Kuster
Das Projekt «HomeLanguageEnglish@sec1» zielt auf die Entwicklung differenzierender Aufgabenformate für den Englischunterricht der Sekundarstufe I ab. Im Fokus stehen Schüler:innen mit Englisch als Herkunftssprache sowie Lernende mit überdurchschnittlich hohen Englischkompetenzen, die im regulären Unterricht häufig unterfordert sind.
Laufzeit
2024 bis 2027
Finanzierung
Bundesamt für Kultur
Leitung
Alsu Hug
Die Semaine de la langue française et de la francophonie (SLFF) wird in Koordination mit den anderen französischsprachigen Ländern durchgeführt. Sie findet jedes Jahr in der Woche um den 20. März, den internationalen Tag der Frankophonie, statt und bietet ein Kultur- und Bildungsprogramm, das in den verschiedenen Sprachregionen der Schweiz stattfindet.
Laufzeit
seit 2020
Finanzierung
Conférence intercantonale de l’instruction publique de la Suisse romande et du Tessin
Leitung
Martina Schlauri
Das Projekt entwickelt die Beurteilungsraster des Tests «Stellwerk Schreibkompetenz» weiter, indem Schüler:innentexte systematisch beurteilt und die daraus gewonnenen Daten ausgewertet werden. Die Ergebnisse dienen der Standardsetzung, der Vorbereitung einer teilautomatisierten Korrektur mit Künstlicher Intelligenz sowie der Forschung zu wirksamen Ankerbeispielen im Bereich «Deutsch Schreiben».
Laufzeit
2025 bis 2026
Finanzierung
Lehrmittelverlag St.Gallen
Leitung
Noemi Fabbri
Die Mobilität von Studierenden erfreut sich seit Jahrzehnten steigender Nachfrage. Die jüngere Forschung zeigt allerdings, dass solche Aufenthalte nicht immer den hohen Erwartungen hinsichtlich des «Eintauchens» in die Fremdsprache gerecht werden. Im Rahmen einer Mixed-Methods-Längsschnittstudie wurden die sozialen Kontakte und der Sprachgebrauch von Mobilitätsstudierenden untersucht, um herauszufinden, a) wie wirksam verschiedene Muster der Netzwerkbildung und des Sprachgebrauchs für den Spracherwerb sind und b) welche Rolle die Spracheinstellungen der Studierenden bei der Netzwerkbildung und dem Kompetenzzuwachs spielen.
Laufzeit
2018 bis 2024
Finanzierung
Schweizerischer Nationalfonds
Leitung
Sybille Heinzmann
Im Projekt wurden Aufgaben für einen bewussten und reflektierten Einsatz von maschinellen Übersetzungstools und KI-Sprachmodellen im fremdsprachlichen Sachfachunterricht entwickelt. Das Produkt zur Förderung der sprachlichen und digitalen Kompetenzen ist für die folgenden Zielgruppen interessant: für Lehrpersonen auf Sekundarstufe I mit einer Lehrbefähigung in einer oder mehreren Fremdsprachen und weiteren Sachfächern, für zweisprachige Schulen als Ergänzung zu bestehenden bilingualen Lehrmitteln sowie für Lehrpersonen in der Ausbildung.
Laufzeit
2023 bis 2025
Finanzierung
Bundesamt für Kultur
Leitung
Catherine Ferris